Hugo Wolf (1860 - 1903) – Grablied

ZÜRCHER
SING-AKADEMIE

Hugo Wolf (1860 - 1903) – Grablied

Musik HUGO WOLF (1860-1903)
Text  LENZ LORENZI
Chor  ZÜRCHER SING-AKADEMIE
Leitung  ANDREAS FELBER
Ort  KONZERTMITSCHNITT ST. JAKOB ZÜRICH
Foto TOR SØREIDE
Ton  STEINAR OLDEREIDE
Jahr  2016

Hugo Wolf (1860 - 1903) – Grablied

Text: Lenz Lorenzi

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1 Januar 2017Seite drucken

Der Titel unserer Herbstkonzerte 2016: «... entfloh'n der Erde Wahn» war dem Grablied entliehen.

Aus der Einführung in unserem Programmheft:
Sehnsucht, eine tiefe Sehnsucht erfüllte nicht nur den Textdichter Lenz Lorenzi, sondern auch Hugo Wolf, als er 1876 diese Worte in seinem Grablied vertonte. Ganze Generationen wurden von dieser Sehnsucht erfasst, die weit über das Streben nach Vollendung, nach Ruhe, fester Ordnung und Klarheit hinausging. Man war der festen Überzeugung, der Sehnsucht nach dem verlorengegangenen «goldenen Zeitalter» Ausdruck verleihen zu müssen, ebenso wie dem Leiden ob des verlorenen Glückszustandes, um dann ein besonderes Augenmerk auf die Erlösung vom Leiden zu richten. Dabei gerieten Emotionen natürlich in besonderem Masse in den Fokus der künstlerischen Auseinandersetzung – und damit auch die Liebe als einem der stärksten menschlichen Gefühle. «Romantische Motive» fanden Dichter und Komponisten aber nicht nur im Leidenschaftlichen, Gefühlvollen oder eben auch Schaurigen, Unterbewussten, Fantastischen, Abenteuerlichen und Individuellen. Sie fanden sie auch in der Natur. Insbesondere die Jahreszeiten des Übergangs, Frühling und Herbst, zogen die Künstler in ihren Bann. 
Text: Margit Klusch

 

GRABLIED 

Wach' auf, erwache wieder,

Lächle uns noch einmal an.

Doch nein, schlumm're sanft du Müder,

Kaum entfloh‘n der Erde Wahn.

Schlummre süß im ew‘gen Frieden,

Engel halten dir die Wacht,

Finde, den das Glück gemieden,

Stille Ruh' in Grabes Nacht.

Video Höhepunkte